Willys Jeep MB bauen - Gemeinschaftsbaubericht

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      Willys Jeep MB bauen - Gemeinschaftsbaubericht

      Hallo MModell-Community Gemeinde,

      wir freuen uns über ein weiteres Sammelprojekt von unseren Kooperationspartner Hachette, dass hier in unserer MM- Community seinen Einzug findet. Es handelt sich um den Legendären Willys Jeep MB.

      Hier ein paar Eckdaten für Interessierte Modellbauer:
      - Maßstab: 1:8
      - Länge: Ohne Anhänger 45 cm
      - Länge: Mit Anhänger 75 cm
      - Breite: 15 Zentimeter
      - Materialien: Teile in Zamak Zink-Druckguss-Legierung und speziellem ABS-beschichteten Kunststoff

      Wir von der MM- Community freuen uns wie immer über ein reges Interesse und Gedankenaustausch mit euch, wie auch über Berichte und Erfahrungen, ergänzend zur Serie, die Ihr mit den einzelnen Bauausgaben bekommen werdet.

      Viel Spaß und Erfolg wünscht euch das MModell-Moderations-Team.



      [url]www.mmodell-magazin.de
      [/url]
      Hallo und ein herzliches Willkommen im Willys Jeep MB Gemeinschaftsbaubericht.

      Da Hachette im August eine neue Modellbau-Serie rausgebracht und unser Thomas alle Hände voll mit GMB´s zu tun hat, also derzeit keine weiteren Modelle realisieren kann, werde ich unseren Kooperationspartner in Paris, mit einem speziellen Gemeinschaftsbaubericht des Legendären Willys Jeep MB, unterstützen.

      Dieses Modell wird hier, wie auch vorgesehen, als Standmodell gebaut und so kann sich jeder, wie er es mag, an die Originalbauanleitung und den Teilen halten. Von meiner Seite aus wird jedoch dieser Baubericht kein gewöhnlicher sein, da ich einige Teile wie, z.B. Instrumente, MG-Browning, Sitzbezüge, Motorteile usw., die beim Original etwas anders waren und zu sehen sind, ersetzen oder neu bauen und entsprechend für die Community bereitstellen werde . Einige Bauteile werden sicherlich auch, mit entsprechender Erklärung, aufgepimt werden. Kurzum, ich möchte mit euch ein ziemlich Originalgetreues Modell auf die Beine stellen und hoffe auf rege Beteiligung, wie auch mit konstruktiver Kritik in positiver und negativer Form zum Thema der Willys Jeep.

      Wie gehabt werden wir wieder nur ein Themenbereich für diesen Baubericht eröffnen, denn die entsprechenden Kommentare sollten bei den jeweiligen Bauabschnitten vorliegen.

      Kurze Geschichte zum Willys Jeep:

      Als die USA in den 2. Weltkrieg eingetreten sind, begann auch die nationale Industrie damit, militärische Fahrzeuge usw. herzustellen. Das betraf vor allem Unternehmen, deren zivile Produkte nicht weit von militärischen entfernt waren. 1940 veranstaltete die U.S. Army eine Ausschreibung für ein allradgetriebenes Geländefahrzeug. Über 130 Unternehmen waren zu diesem Wettbewerb eingeladen worden, konkrete Angebote gaben jedoch nur American Bantam und Willys-Overland ab, zwei kleine Firmen, die zivile Autos herstellten und grad so überlebten. Es winkte zwar ein lukrativer Staatsauftrages, aber die geringe Beteiligung lag in erster Linie an den unrealistischen Forderungen der US-Armee. Zudem sollte ein erstes Testfahrzeug schon in wenigen Wochen zur Verfügung stehen.

      Ford stieg auf Druck der Regierung mit ein. Nur Willys-Overland und Ford haben Testfahrzeuge hergestellt und an die Armee geliefert. Willys hat dann im Oktober 1941 mit seinem Modell MA das Rennen gemacht und begann schon 1941 in Toledo (Ohio) die Produktion. Da aber auch die Kapazitäten von Willys nicht ausreichten, stellte Ford den Willys MB (Military Series B) in Lizenz her; Ford gab seinem Modell die Bezeichnung GPW. Das »G« stand für »Government Contract«, das »P« war ein internes Ford-Kürzel für den Achsstand (80 Zoll) und das »W« bezeichnete den Willys-Motor. Auch American Bantam produzierte in Butler/Pennsylvania geringe Mengen ihres Modells BRC (Bantam Reconnaissance Car). Bis zum Ende des Krieges produzierten die drei Firmen für die U.S. Army rund 600.000 Jeeps.

      Nach dem Krieg hatte Willys-Overland wieder das alleinige Recht die Jeeps für militärische und auch zivile Zwecke herzustellen. Hierzu mussten jedoch die Scheinwerfer vergrößert werden, da dies die amerikanische Zulassungsbehörde für die Verkehrssicherheit relevant hielt.

      Schritte der Jeep Evolution:

      1. Bantam Renaissance Car Pilot "Blitz Buggy"
      2. Willys Quad
      3. Ford Pygmy
      4. Bantam Renaissance Car 60 "Mark II"
      5. Bantam Renaissance Car 40
      6. Willys MA
      7. Ford GP
      8. Willys MB / Ford GPW


      Gruß
      Nandor
      Hallo Nandor,
      freue mit Dir, dass dieses Projekt auch wieder ein Gemeinschafts-Baubericht (GMB) wird und den Weg in diese Community gefunden hat.
      Ja- es stimmt, zu viele Modelle ( Sammelserien) sind in der "Essecke" noch nicht vollendet und so freue ich mich um so mehr, dass Du diesen GMB eröffnet hast.

      Weiter möchte ich diese Zeilen hier als ganz normales Mitglied verfasst wissen und nicht als Moderator dieser Community!

      Viel Spaß und ebenso viel Erfolg mit diesem Modell- Willys-Jeep wünsche ich Dir und allen Interessenten, wie auch hinzukommenden aktiven Modellbauern.
      Wir dürfen Gespannt sein ....
      ...ich bin dabei :00010164:
      Gruß Thomas :diablo:

      Es geht los...

      So, es sind schon die ersten Zubehörteile und Unterlagen eingetroffen :)

      Bezüglich Unterlagen, hab ich mir die übersetzte Reparaturanleitung und Ersatzteiliste besorgt. Hier ist auf 500 Seiten soweit alles über den Willys Jeep dokumentiert und abgebildet...was man eben so als Modellbauer zum Thema Willys Jepp braucht. :D

      Entsprechend unterschiedliche Sechskantschrauben und Halbrundschlitzschrauben wurde ebenfalls zum Lagerbestand zugefügt. Die genaue Menge für die jeweiligen Bauteile werde ich dann zusammenstellen, damit sich jeder die Größe und Menge besorgen kann.

      Gruß
      Nandor
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      Die zweite Lieferung ist auch eingetroffen…paar Ausgaben inkl. Sammelordner :thumbsup:

      Bauanleitung ist qualitativ richtig gut und übersichtlich. Der erste Abschnitt des Heftes gilt dem Kühlergrill. Hier ist ein 9 Slot Grill eingepackt, der dem Original auch entspricht. Die amerikanische Zulassungsbehörde für den Straßenverkehr verlangte nach Kriegsende, größere und Scheinwerfer. Und so wurde aus dem 9 Slot später ein 7 Slot Grill für den Straßenverkehr. Nur als kleine Info.

      Schön auch, dass das Teil aus Metall hergestellt wurde. Auch die Innenseite wurde mit „Kanten“ versehen – das Original wurde aus einem Blechstück gestanzt und hierbei standen die Innenkanten der Streben hervor. Leider ist die obere Kante ausgelassen worden –fehlt leider. Werde ich hinzufügen müssen.

      Was natürlich, rein aus optischer Sicht, nicht funktioniert, sind die kleinen M1,8 Kreuzschlitzschauben. war so nicht vorhanden und auch nicht im WW2 zu haben. Diese werden später durch Halbrundschlitzscharuben oder Sechskant ersetzt.

      Die Lieferung enthielt ebenso ein Schild mit der Aufschrift D-Day Omaha Beach 1944. Deshalb ist davon auszugehen, dass hachette einen Jeep aus diesen Jahren herausgibt. Ich bin mir aber, bezüglich Farbe, nicht so ganz sicher, ob der Farbton zum WW2 passt?

      Zwischen 1941 – 1943 wurden die amerikanischen Fahrzeuge in dem Olive Drab / FS-33070 lackiert. Ende 1943 bis 1945 wechselte man auf das Olive Drab /Nr. 319, das ein wenig heller war als das FS-33070. In den Jahren wurde auch das bräunlichere matte Khaki Olive Drab (FS-34087 / FS-3488) verwendet. Gegen Ende des Krieges wurde zunehmend Olive Drab FS-23070 eingesetzt, dass dem späteren FS-24087 entsprach. Dieser Farbton wurde bis zur Mitte der 50er Jahre eingesetzt. Ab 1960 überarbeitete die US Armee den FS-595-Farbkatalog. Darin tauchte auch der Farbton X-34087, ein neuer olivgrüner Farbton auf!

      Der Farbton zwischen 1941 und 1945, der nicht einheitlich definiert wurde, war nicht besonderes witterungsbeständig – insbesondere die UV-Beständigkeit ließ zu wünschen übrig. Deshalb war das eigentliche "Olive Drab" als Fahrzeuglackierung im Laufe der Einsatzzeit mehr oder weniger stark gealtert und wurde auch heller.

      Jedenfalls kommt mir dieses „Olive Grün“, wie das aus der Zeit nach 1950 vor!? Ich hab mir mal die 3 Hauptfarben bestellt und wir werden sehen, ob der Farbton stimmt. Natürlich kann jeder für sich entscheiden, ob der Jeep diesen Farbton beibehalten soll. Schließlich wurden die Jeep auch im Vietnamkrieg eingesetzt.

      Gruß
      Nandor
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      Hi Nandor

      Auf diesen Bericht bin ich sowas von gespannt...schon allein weil ich den Willys mal als orig. haben wollte. :coolman:
      Leider sind die Preise sowas von im Himmel...naja...ich träume weiter. :sos: :kohle:
      Ich habe gerade einen Bericht auf Dmax gesehen da hat jemand einen Willys restauriert...klasse.
      Ein schönes Detail was da gezeigt wurde...die vorderen Scheinwerfer sind klappbar und dann drehbar, so das man bei schlechter
      Sicht am Motor arbeiten konnte. Das habe ich zum erstenmal gesehen und auch nicht gewusst.
      Machst Du auch dieses Detail am Willys? :winki:

      Auf jeden Fall wünsche ich Dir viel Spaß an diesem Projekt. :thumbsup:
      Ich setze mich mal mit dazu und schaue Dir über die Schulter. :popcorn:

      PickPott wrote:

      Machst Du auch dieses Detail am Willys? …


      Super...vielen Dank ihr beiden :00000436:
      Und Markus...natürlich werden die Scheinwerfer klappbar gemacht :D . Drehbar sind die Halterungen aber nicht gewesen, da eine feste Schanierung vorne angebarcht ist :winki:

      Gruß
      Nandor
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      PickPott wrote:

      die vorderen Scheinwerfer sind klappbar und dann drehbar, so das man bei schlechter
      Sicht am Motor arbeiten konnte…


      jetzt weiss ich erst was du gemeint hast Markus :patsch: Ich hab die ganze Zeit an die Halterungen gedacht, die ja nur nach vorne klappbar waren. Sobald man aber die Besfetigungsschraube des Scheinwerfers etwas gelöst hat, konnte man die Scheinwerfer innerhalb der Halterung drehen....mach ich auch :D

      Gruß
      Nandor
      Hallo Nandor.. Hallo Leute des gepflegten Abomodellbau´s.....

      ich habe mich gestern nach langem hin und her entschieden dem Abomodellbau anzuschließen.
      Das Abo ist geordert und einiges an Info ist auch geordert.
      Ich möchte es genauso wie Nandor halten und den Willys so gut wie möglich original aufzupimpen.

      Warum mache ich das? Es dient nicht der Geldvernichtung, sondern weil ich schon immer ein Fan von diesem Fahrzeug bin.
      Und ich denke wenn er dann mal fertig ist, macht er eine ganze menge her.

      Also liebe Freunde...ich klinke mich hier mal mit ein. :winki:
      Advent- Advent, ein zweiter Jeep rennt ... -hier mit.

      Na- das kann ja was werden; Freue mit auch für Nandor und dich Markus, denn in einer Gemeinschaft bringt ein solches Modellbau-Projekt natürlich noch mal so viel Spaß.
      Ja- Ihr Beiden habt natürlich recht, wenn Ihr schreibt: ".... ein Muss für jeden Modellbauer."
      Freunde - ich schaue gespannt bei euch über die Schulter.
      Gruß Thomas

      Kühlergrill

      Wie bereits angekündigt, werde ich den Kühlergrill umbauen, so das die Scheinwerfer beweglich sein werden. Hierzu musste erst einmal der Lack runter. Ein paar Stunden im Nitrobad und schon ist alles weg. :D

      Danach den unteren Kragen, soweit wie der obere Rand, wegfeilen. Die Bohrungen für die Schrauben benötigen wir, da die Befestigung gleich bleibt – nur bis auf 5,5 mm runterfeilen.

      Auch die inneren Befestigungspunkte werden weggeschliffen, da die Scheinwerferhalterungen neu gemacht werden. Danach einen 5mm und 3mm breiten Streifen aus 0,2mm halbharten Aluminium zurechtschneiden. Um eine stabile, ohne das der Kragen wegbricht, Verbindung zu bekommen, habe ich mit der hier gezeigten Umsetzung gute Erfahrungen gemacht.

      Die Kante vom Grill mit Sekundenkleber („Pattex Ultra-Gel“ geht hierfür sehr gut) benetzen und den 5mm Streifen Stück für Stück anpressen. Nur ein Tipp: Immer nur ein ca. 2-3 cm langes Stück mit Sekundenkleber verstreichen und dann sofort anpressen.

      Ist der 5mm Streifen fest, so wird jetzt die innere Kante mit „UHU 2 Komponentenkleber“ (Flüssig-Metall) eingestriechen. Achtet darauf, dass nur das untere Stück mit Kleber eingestrichen wird! Das obere Stück, über die ganze Länge, wird dann wieder mit Sekundenkleber benetzt und der 3mm Alustreifen innen verklebt. Diesmal die ganze Länge mit Sekundenkleber einstreichen. Ich hab den 3mm Streifen mit einer kleinen Zange angepresst.

      Nach 24 Stunden ist alles Steinhart und kann verschliffen werden.

      Gruß
      Nandor
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      "Halbhartes" Aluminium; die "Essecke" klärt auf ...

      Moin Kollegen und Freunde des Willys-Jeep,
      damit für evtl. Nachahmer hier jetzt nicht die Alarmglocken läuten, weil Mann mit der Begrifflichkeit "Halbhartes" Aluminium nichts anfangen kann.
      Hier dürfte es sich um eine Aluminium-Legierung -AL Mg 3 - handeln!
      Diese Legierung ist relativ leicht zu biegen und "härtet" nicht so schnell nach! Bleibt somit länger formbar, ohne die Gefahr entgegen der Walzrichtung beim Biegen in der Biegekante -zu brechen!
      Somit handelt es sich um handelsübliches allg. Aluminium!

      Gut zu wissen?!
      Diese Alu-Legierung kann sogar mittels Bolzenschweißen ohne große Verformung und Verfärbung sehr gut Oberflächenverschweißt werden - aber nur , wer auch ein solches Spitzenzündungs-Bolzenschweißgerät sein eigen nennt .... :whistling:
      Aluminium härtet im Metallgefüge nach einiger Zeit wie von selbst aus. Mancher Zeitgenosse hat sich schon gewundert, warum sein Aluminium plötzlich bricht ....
      ... kurz erwärmen und schon verändert sich das Gefüge und der Werkstoff ist wieder "weich" .... meistens jedenfalls
      So genug Klugschreiberei, weiter im Baubericht.
      Grüße aus der sich einmischenden "Essecke"- Thomastyrann :diablo:
      Na da kennt sich aber jemand sowas von Gut mit den Eigenschaften von Metallen aus ;) :thumbup:

      Du hattest ein guten Lehrer in Werkstofftechnik :hutab:

      Gruß Carsten

      EDIT: ... damit der GMB nicht unübersichtlich wird, missbrauche ich den Moderator: Danke Carsten, aber der Herr LEHRER bestand darauf, dass man ihn DOZENT nannte .... :diablo: Gruß Thomas - und nu übertreib mal nicht; ging ja NUR um etwas Alu ... ;)

      Scheinwerfer...immer noch Ausgabe 1

      Moin und Servus Modellbaukollegen,

      zur Ausgabe 1 gehören ebenfalls die beiden Scheinwerfer inkl. Halterung. Da ich die Halterungen neu machen werde, können die Sachen beseite gelegt werden. Da muss ich auf die Lieferung der Kotflügel warten, da diese sind für die Befestigungspunkte wichtig sind. Somit kann ich nur die beiden Scheinwerfer bearbeiten. Später sollen diese klapp und drehbar sein und somit funktionsfähig...könnte gut aussehen, bei geöffneter Motorhaube :winki:

      Für die Befestigung erst einmal die Löcher auf 2mm erweitern und anschießend 2mm Nietkopfschrauben von innen durchstecken. Mit einem kleinen Tropfen Sekundenkleber wird die Schraube fixiert.

      Jetzt nur noch eine kleine LED-Leuchte einsetzen und fertig… :)
      Für die Ausgabe 1 ist jetzt vorerst alles erledigt, da ich ja Scheinwerfer-Halterungen und Kühlerleitbleche erst später anfertigen kann.

      Gruß
      Nandor
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      Hallo Frank,
      vielen Dank für den Hinweis, aber ich habe die LED´s vorerst nur zur "Probe" drin, um zu sehen welche am besten passen. Du hast schon recht, die Kabel sollten etwas dünner sein. Werden aber auch später nicht besonders zu sehen sein, da ein Schutzummatellung drüber war.

      Gruß
      Nandor
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